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Radweg Ostrov - Jáchymov

 

Radweg Ostrov - Jáchymov … so lief die Zeit „früher mit dem Zug, heute am Fahrrad“

Bei der Projektierung des Radwegs, auf dem Sie sich gerade befinden, wurde der Damm der ehemaligen Eisenbahn  von Ostrov nach Jáchymov genützt. Der Eisenbahndamm war dank  seiner Lage, Größe und Zustand zum Bau des Radwegs eigentlich vorausbestimmt.

Die berührende und relativ kurze Geschichte der ursprünglichen Eisenbahn zeigte, dass eine Eisenbahnverbindung zweier Orte mit so unterschiedlicher Meereshöhe auf nur  acht Kilometer Entfernung ein Problem ist, dessen Lösung auch in heutiger technisch entwickelter Zeit  zu hohe Kosten verlangen würde. Wir laden sie zu kleiner Exkursion in die Vergangenheit ein, machen Sie sich mit der Geschichte dieses Radweges bekannt.

1883   Wurde eine vorläufige Konzession  zum Bau der Eisenbahn in einer Länge 8             

           Km erstellt.

1884   Die Firma Schmied & Halama veröffentlicht das erste Projekt, dieses ist wegen übermäßigem Gefälle der geplanten Eisenbahnstrecke aufgrund des Revisionsberichts abgelehnt.

1885   Die Stadt Jáchymov lässt zum Bau der Bahn eine neue Revision verarbeiten.

1894   Jáchymov bekommt bei der Länderbank  einen Kredit in der Höhe 407 tausend Gulden, der mit dem Erlass des Tschechischen Landestags garantiert ist.

1895   Firma E. Gross aus Wien erstellt das Projekt zur Umsetzung des Baus und beginnt mit den Vorbereitungsarbeiten. Wegen Ersparnisse sollen ursprünglich im Projekt keine Brücken, Stege und Tunnele sein, das hat sich aber später als unerfüllbar gezeigt.  Überdies ist wegen zu hoher Höhendifferenz die Bahn als adhäsive dampfbetriebene Straßenbahn projektiert.

1896   Beginn des Baus. Es sind folgende Haltestellen geplant:  Schlackenwerth (Ostrov), Schlackenwerth P. H. (Ostrov - Haltestelle), Unter - Brand (Dolní Žďár), Ober-Brand (Horní Žďár) und St. Joachimsthal (Jáchymov).  Im September beginnt man am Abhang des Galgenbergs mit dem Bau des Tunnels, weil man  wegen den nahen Häusern kein Dynamit benutzen kann, wird der Felsen per Hand gebrochen. Trotzdem laufen die Arbeiten aus heutiger Sicht ziemlich schnell, der regelmäßige Verkehr beginnt am  23. Dezember, also neun Monate vom Anfang der Arbeiten.  Die Bahn mit einem Gefälle 52,6 ‰  ist die steilste Bahn in unseren Ländern, und von Anfang an gibt es hier Probleme, vor allem im Winter, wo die Bahn wegen Schneewähen fast unbefahrbar ist – die Züge warten oft lange Stunden auf die Reservelok.

1900   Es wird über die Verlängerung der Bahn nach Pernink, Boží Dar und Kovářská nachgedacht, das Projekt wird aber wegen zu hohem technischen und finanziellen Aufwand abgelehnt.  

1927   Es werden hier Züge mit Gasbeleuchtung eingesetzt.

1928   Die Fahrt ist geländebedingt langsam, trotzdem gelingt es durch den Einsatz der Motorzüge die Geschwindigkeit auf 30 km/h zu erhöhen.

1934   Wegen keiner Rentabilität wird der Personenverkehr  aufgehoben, es wird der erste Antrag zum Abbau der Bahn gestellt. 

1938   Jáchymov trägt beim Verkehrsministerium um Wiederaufnahme des Personenverkehrs an. Der Antrag wird aber abgelehnt;  zum Trutz verbietet Jáchymov  das aufhalten der Busse vorm Radium Palast und schafft in der Stadt alle Bushaltestellen ab.

1941   Die Reichsbahn erneut den Personenverkehr.

1945   Gleich im Mai übernimmt die befreite Bahn der Betrieb ČSD.  Im Zusammenhang mit dem Uranbergbau dient die Bahn vor allem zum Transport des Erzes zum Bahnhof Ostrov, von hier fährt dieser strategische Rohstoff weiter nach Osten in die Sowjetunion.

1957   Nach dem Ende des Uranbergbaus wird die Bahn laut Erlass des tschechischen Nationalrats  liquidiert, Grund dazu ist die Verbreitung der Straße nach Ostrov. Im Betrieb bleibt nur der Abschnitt des Industriegleises vom Bahnhof  Ostrov nad Ohří in die  Škoda Werke in Dolní Žďár. Die Zielhaltestelle in Jáchymov wird planiert. Am Ort der ehemaligen Haltestelle befindet sich heute ein Park.

1980   Der Tunnel wird als Lager vom Staatsgemüsehandel benützt.

2005   Nach 50 Jahre nach  Aufhebung des Betriebs ist die Bahn im Gelände nur schwer zu finden und übergeht langsam in den umliegenden Wald.

2007   Die Stadt Ostrov lässt ein Projekt zum Umbau des ungenützten  Eisenbahndamms zum Radweg Horní Žďár – Jáchymov mit einer geplanten Länge 2,6 km erstellen.

2010   Die Städte Ostrov und Jáchymov steigen in ein Sächsisch – tschechisches Projekt „Einrichtung und Infrastruktur des Fremdenverkehrs in der Region Zentrales Erzgebirge – 2. Etappe“ ein,  in dessen Rahmen stellen die einen Subventionsantrag vom Programm Cíl 3 / Ziel 3 zur Unterstützung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit  2007 – 2013 zwischen der Tschechischen Republik und dem Freistaat Sachsen. Weitere Projektpartner sind Boží Dar, Loučná pod Klínovcem, Kurort Oberwiesenthal und Sportpark Rabenberg. Ziel des Projektes ist eine Verbindung der Rad und Wanderwege auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze.

2011   Das Projekt wird zur Umsetzung ausgewählt und am 14. Dezember wird der Subventionsvertrag unterschrieben, dieser sichert allen Projektpartnern  eine Bezahlung bis 90%  der geplanten Projektkosten.  

2012   Im April werden die Bauarbeiten begonnen. Ein Teil des Baus des Radweges ist auch die Befestigung der Hänge mit steinernen Stützmauern und Errichtung der Halteplätze mit Informationstafeln.

2013   Im September verläuft erfolgreich die Bauabnahme des Radwegs Ostrov – Jáchymov und der Radweg wird zur Benützung übergeben. 

 
 

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